the black series

Die Serie entstand im November 2012 eher zufällig. Erst mit der Zeit entwickelte sich daraus das Kunstprojekt, zu dem es heute geworden ist. Das erste Mädchen, das ich hierfür ablichtete, war Annika. Ich hatte schon öfter mit diesem wunderschönen Mädchen mit den vielen Sommersprossen und roten Haaren gearbeitet. Geplant hatten wir zunächst etwas völlig anderes.

 

Nachdem wir uns einige Zeit nicht gesehen hatten, reifte schnell der Entschluss, sich wieder einmal zu treffen, um hübsche Herbst-Fotos von Annika zu machen. Beide freuten wir  uns darauf, doch dann wollte an dem besagten Tag nichts so recht klappen. Es war November und schrecklich kalt, was das Fotografieren draußen sehr erschwerte. Ich beschloss kurzerhand, ins Studio zu wechseln, änderte den einstigen Plan und legte damit den Grundstein für "The Black Series". Ich entschied mich für einen schwarzen Hintergrund und einen ebenso schwarzen Tüllrock, den ich Annika um den Hals legte. Ihr Haare band ich streng zurück, richtete das Licht aus und machte das erste Bild. Und dann sah und spürte ich etwas sehr Bewegendes: Das ist es! Dieser Szene ging keine lange Planung voraus, sondern geschah intuitiv. Je mehr Bilder ich schoss, desto mehr Begeisterung entwickelte sich und ich fand Gefallen an diesem altertümlichen Gestamtbild. Mir war sofort klar, dass ich dies fortführen wollte mit weiteren Modellen.

 

Zunächst hielt ich dazu weiter an jungen Damen fest, wurde nach einer gewissen Zeit jedoch gefragt, ob denn auch noch Männer hinzukämen. Ja, warum eigentlich nicht. In mir breitete sich eine große Spannung bei dem Gedanken aus, Männer auf die gleiche Weise in Szene zu setzen. An dem Kunstprojekt haben 101 Menschen aus jedem Lebensbereich und 3 Hunde mitgewirkt - alle stets mit schwarzen Hintergrund, derselben Lichteinstellung und altmodischer Kleidung. Für mich hatte es eine große Bedeutung, so viele verschiedene Menschen wie möglich abzubilden, um eine ganze Sammlung an Portraits dadurch zu erschaffen. Alle haben hierbei eines gemeinsam: Es soll durchweg der Eindruck entstehen, sie stammen aus einer anderen Zeit, gar einem anderen Jahrhundert. Wenn sich der Betrachter durch diese nostalgische Atmosphäre selbst in diese andere Zeit zurückgesetzt fühlt, habe ich mein anvisiertes Ziel dieses Projektes auf wunderbare Weise erreicht.

 

Besonders wichtig bei "The Black Series" ist die Reduzierung auf das Wesentliche: das Gesicht. Im Mittelpunkt steht ausschließlich der "strenge" Ausdruck der abgebildeten Personen und sonst nichts. Für mich macht gerade das die Serie zu einem Kunstprojekt, da allein der Ausdruck der Modelle eine individuelle Geschichte erzählt.

 

"The Black Series - Menschen erzählen allein mit ihrem Gesichtsausdruck eine Geschichte. Man muss nur genau hinschauen und zuhören, was sie uns zu sagen haben."

 

Claudia Wycisk, März 2014

Claudia Wycisk

Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein, als ein rundes Nichts. (Friedrich Hebbel)

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